#ATİKistnichtalleine! – #ATİKyalnızdeğildir

#ATİKistnichtalleine! – #ATİKyalnızdeğildir

Im April 2015 kam es zu europaweit koordinierten Razzien gegen die ATİK, die Konföderation der Arbeiter aus der Türkei in Europa. Im Zuge dieser Razzien wurden insgesamt 12 Mitglieder, davon 7 in Deutschland festgenommen. Von den 5 anderen Aktivistinnen und Aktivisten wurden bereits 2 nach Deutschland ausgeliefert. Die staatliche Repression gegen die ATİK geschieht unter Anwendung von §129a&b und dem Vorwurf, sie sei eine Tarnorganisation der TKP/ML [Türkische Kommunistische Partei / Marxistisch-Leninistisch]. Dementsprechend sind die Gefangenen auch in Isolationshaft. Die ATİK ist eine antifaschistische, antimilitaristische, antiimperialistische und demokratische Organisation, die sich für die Rechte von migrantischen Arbeiterinnen und Arbeitern einsetzt. Sie spricht sich offen gegen Diskriminierung aufgrund von Herkunft, Geschlecht, Sexualität oder Religion aus. Mit der Kriminalisierung ihrer Mitglieder stellt sich der deutsche Staat erneut auf die Seite des Erdogan-Regimes und gegen fortschrittliche Organisationen und eine solidarische Gesellschaft. Dass gerade jetzt linke türkische Migrantenvereine kriminalisiert werden, entlarvt den deutschen Staat, der Erdogan im Krieg gegen die eigene Bevölkerung den Rücken freihält.

Vergangenes Jahr kämpften wir Seite an Seite mit unseren Genossinnen und Genossen von der ATİK gegen die nationalistische Pegida-Bewegung, die auch in Frankfurt versuchte, Fuß zu fassen. Auch gegen die Angriffe des IS auf Kobanê und gegen den türkischen Staatsterror gingen wir und gehen wir immer noch zusammen mit Mitgliedern der ATİK auf die Straße, um uns mit den fortschrittlichen Kräften in der Türkei und in Kurdistan zu solidarisieren. Jetzt geht es darum, gemeinsam gegen die Repression und die Kriminalisierung der ATİK vorzugehen.

Devrimci tutsaklar onurumuzdur!

AK 8.Mai Frankfurt

Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

Demonstration zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus – am 8. Mai!

Rassistische Aufmärsche, Angriffe auf Flüchtlingsheime, immer mehr Kriegseinsätze und Aufrüstung, zunehmende Stimmung der Angst und Verschärfung der Gesetze: Stellen wir uns dem Rechtsruck entgegen! Am 8. Mai zum Jahrestag der Befreiung raus auf die Straße!

Der 8. Mai 1945 ist der Tag der Befreiung vom Faschismus. Mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht war der faschistische Eroberungs- und Vernichtungskrieg beendet worden. Viele Millionen Menschen wurden durch den von Hitlerdeutschland entfesselten Krieg getötet – Zivilisten und Soldaten. Allein die Sowjetunion verlor 27 Millionen Bürger durch den Angriffskrieg der Wehrmacht. Wir wollen am 70. Jahrestag des 8. Mai die Befreiung feiern und den Menschen gedenken, die ihr Leben für die Befreiung geopfert haben.

Der 8. Mai hat für uns eine Botschaft, die nie vergessen werden soll: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg! Die faschistische Diktatur in Deutschland war die Voraussetzung für den Welteroberungskrieg. Es war ein Krieg um Rohstoffe, Absatzmärkte und Einflusssphären, ein Krieg für mehr Exporte und Profite für die großen Konzerne wie Krupp, Thyssen, Siemens, Deutsche Bank, etc. Wir erinnern an das Potsdamer Abkommen von 1945, das neben der Entnazifizierung und Abrüstung auch die Auflösung der wirtschaftlichen Monopole vorgeschrieben hatte.

Diese Konzerne sind nicht nur bestehen geblieben, sie sind gewachsen und mächtiger geworden. Und auch heute streben sie nach mehr „Wettbewerbsfähigkeit“ und fordern „geopolitische Strategien“. Die deutsche Politik will mehr „Verantwortung“ in der Welt übernehmen und noch mehr Soldaten in andere Länder schicken. Die Bundesrepublik rüstet auf, liefert Waffen an Kriegsparteien und baut die Bundeswehr zur Angriffsarmee um. Sie bildet die „Speerspitze“ der neuen schnellen Eingreiftruppen der NATO, die immer näher an die russischen Grenzen heranrücken und damit die Kriegsgefahr erhöhen.

Zur Durchsetzung ihrer außenpolitischen Ziele nutzt die Bundesrepublik die Mittel der Einmischung und unterstützt dabei auch faschistische Gruppen und Parteien. Die offene Zusammenarbeit des Bundesaußenministers mit der ukrainischen faschistischen Partei Swoboda stellt einen Tabubruch dar und ist ein Skandal: Ein deutscher Außenminister verhandelt mit den Nachfolgern des Nazi-Kollaborateurs Stepan Bandera. Wir erinnern an den 2. Mai 2014, an dem über 40 Menschen im Gewerkschaftshaus von Odessa von Faschisten ermordet wurden. Die Täter wurden nie bestraft. Das Massaker wurde in den deutschen Medien verschwiegen oder verharmlost.

Wir erleben aktuell, wie rechte Bewegungen und Parteien in Deutschland an Zustimmung gewinnen. Seit Jahren wird durch die herrschende Politik und den Konzernmedien Angst vor „den Muslimen“ geschürt und eine Hetzstimmung verbreitet. Diese Politik findet nun in einer rassistischen Bewegung gewaltsame Formen. Das Nazi-Terror-Netzwerk NSU wurde mit Hilfe staatlicher Organe aufgebaut, bewaffnet und gedeckt. Zugleich werden neue Gesetze erlassen, die die Grundrechte einschränken und die Eingriffsmöglichkeiten des Staates erhöhen. Das sind Alarmzeichen für alle Antifaschisten und Demokraten.

Am 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus und des Endes des zweiten Weltkrieges müssen wir feststellen: „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“. Die Gefahr von Krieg und Faschismus steigt. Dem wollen wir eine starke Demonstration antifaschistischer und antimilitaristischer Positionen und Solidarität entgegenstellen. Wir rufen dazu auf, am 8. Mai gegen Krieg und Faschismus zu demonstrieren und die Losung zu verbreiten: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!